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Alpenveilchen im Wintergarten. Cyclamen persicum.
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Das Alpenveilchen (Cyclamen persicum) ist eine unserer bekanntesten
Zimmerpflanzen, obwohl diese Pflanze im geheizten Zimmer eigentlich
einen sehr schlechten Standort hat. Alpenveilchen gibt es mittlerweile
in vielen Formen und Farben, es soll winterharte Arten geben (hat bei
uns bisher nicht geklappt mit der Winterhärte)und sie sind sehr
kostengünstig so gut wie überall zu haben. In Baumärkten
etc. sind meist keine Hinweise beigefügt, bei welcher Temperatur
man diese Pflanzen eigentlich halten soll.
Deshalb findet man sie oft in geheizten Zimmern, wo der Käufer
sich dann nach relativ kurzer Zeit wundert, warum die Pflanze
dahinwelkt und die schöne Blütenpracht nach 6 Wochen oder
schon eher vorbei ist. So wandern viele Alpenveilchen schon nach kurzer
Zeit entweder auf den Komposthaufen, in die Biotonne oder in den
Hausmüll. Dabei ist das Alpenveilchen als Wegwerfpflanze viel zu
schade, denn diese Pflanzen werden mit den Jahren immer schöner
und die Blüte wird noch üppiger.
In kühlen Räumen, an einem hellen Platz hält die Pflanze
schon länger durch, als Temperaturangabe findet man überall
meist ca. 15 Grad. Wenn man keinen kühleren Raum hat, ist das O.K.
Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass das Alpenveilchen weitaus
kühlere Temperaturen nicht nur verträgt, sondern regelrecht
mag, und zwar Temperaturen geradeso über der Frostgrenze im
Bereich von 1-5 Grad, wie man sie im Winter im Wintergarten antrifft. Dort erreicht man auch eine
wesentlich höhere Luftfeuchtigkeit als in geheizten Räumen, was sich ebenfalls sehr positiv auf das Wohlbefinden des Alpenveilchens auswirkt.
Mit steigendem Sonnenstand wird es dann auch im Wintergarten
allmählich wärmer, dies wird vom Alpenveilchen aber
toleriert, wenn es zuvor lange schön kühl und hell gestanden
hat. Damit erreicht man rekordverdächtige Blühzeiten von bis
zu 9 Monaten üppigster Blütenpracht - bei uns blüht das
Alpenveilchen im Wintergarten von September bis Mai.
Wenn es dann im Mai im Wintergarten zu warm wird, stellt man das
Alpenveilchen am besten an einen schattigen Platz ins Freie. Es mag die
Sommerhitze nicht, aber es ist keinesfalls erforderlich - wie man in
der Fachliteratur liest - das Alpenveilchen völlig austrocknen zu
lassen und die Knolle im Spätsommer wieder neu zu pflanzen. Wir
geben dem Alpenveilchen in der schattigen Sommerfrische
regelmäßig etwas Wasser, so bleiben auch im Sommer die
schönen marmorierten Blätter erhalten.
Die Pflege beschränkt sich auf regelmäßige Wassergaben,
es gelten die üblichen Regeln, dass man nur soviel gießt,
dass kein Wasser im Untersetzer bleibt, aber die Pflanze auch nicht
austrocken läßt. Düngung ist nicht erforderlich, die
Pflanze wird in frische Erde, gemischt mit Kompost, umgetopft, wenn sie
für den Topf zu groß geworden ist, oder man setzt sie in
reinen fertigen Kompost (so habe ich das gemacht, das ganze Jahr war
keine Nachdüngung erforderlich). Gegossen wird vorzugsweise mit
Regenwasser.
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