Die Gurke (Cucumis sativus) ist ein typisches und beliebtes Hausgartengemüse. Die langen Schlangengurken finden in der Küche vielfältige Verwendung, z.B. in Gurkensalat, einfach als Gurkenscheiben auf dem Brot, Gurkensuppe usw. Die Gurke wird auch in der Kosmetik verwendet, z.B. als Gurkenmaske. Die kleineren Einlegegurken wachsen kriechend auf Beeten und werden zu Gewürzgurken, Salzgurken, Senfgurken usw. verarbeitet.
Die Gurke enthält sehr viel Wasser und ist somit kalorienarm. Früher wurde der gesundheitliche Wert der Gurke als relativ gering bewertet, heute sieht man das bereits vielfach anders, da die in Obst und Gemüse zu Tausenden enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe heute noch fast unerforscht sind. Die sekundären Pflanzenstoffe enthalten eine Vielzahl bioaktiver Substanzen, deren kombinative Wirkung in ihrer Gesamtheit von keinem Nahrungsergänzungsmittel übertroffen werden kann, bei denen ein einzelnes Vitamin oder eine Handvoll von Vitaminen und Mineralstoffen herausgefiltert oder gar synthetisch nachfabriziert werden.
Als Heimat der Gurke wird das tropische Afrika vermutet, weshalb Gurken warmes Wetter lieben. Bei hoher Temperatur wachsen die Gurken sehr schnell und benötigen dann auch viel Wasser, wenn es nicht regnet. Wegen des hohen Wärmebedarfs der Gurke werden Gurken in Deutschland heute vor allem in Gewächshäusern angebaut. Meiner Ansicht nach ist das nicht unbedingt nötig, da man mit verschiedenen Tricks im Hausgarten auch im Freilandanbau einen hohen Gurkenertrag erzielen kann.
Eine Möglichkeit besteht darin, Schlangengurken auf den Feigenblattkürbis zu veredeln. Auf diese Art und Weise veredelte Gurken vertragen niedrige Temperaturen dann erheblich besser als unveredelte Pflanzen und bringen meist einen hohen Ertrag an langen bitterfreien Gurken. Dieses mehrstufige Verfahren ist allerdings nicht unkompliziert, wenn man es selbst machen will, und diese veredelten Gurkenpflanzen sind nicht billig. Man kann die (kletternden) Gurkenpflanzen auch an einem geschützten Platz auspflanzen. Wir haben sie bei uns an einem Zaun klettern lassen, zwischen Obstheckenbäumen und Kiwis, wobei wir natürlich jedes Jahr mit anderen Kletterpflanzen wie Bohnen abwechseln. An solch geschützten Plätzen gedeihen Gurken auch sehr gut und zwar bis zum Frost, bis in den September/Oktober hinein. Neben vielen bekannten Schlangengurkensorten ist auch die Englische Gurke empfehlenswert, die recht robust ist.
Wenn man unveredelte Gurkenpflanzen verwenden will, kann man Gurken selbst im Haus vorkultivieren oder nach den Eisheiligen auch draußen vor Ort direkt säen. Zur Vorkultivierung gibt man jeweils 2-3 Gurkensamen in einen kleinen Topf, stellt ihn warm auf und hält ihn feucht. Nach wenigen Tagen werden die Gurkensamen keimen. Man läßt dann die stärkste Gurkenpflanze wachsen und kneift die übrigen Gurkenkeimlinge ab. Nach den Eisheiligen Mitte Mai kann dann nach draußen gepflanzt werden, wobei es manchmal (z.B. 2005) noch Anfang-Mitte Juni noch zu Spätfrösten kommen kann, wodurch Gurkenpflanzen eingehen können. Eine spätere Pflanzung oder Aussaat ist also sicherer, die Gurkenernte setzt dann allerdings auch später ein.
Wenn die Gurken gepflanzt sind, gießen wir die Gurkenpflanzen in den ersten Tagen nach der Pflanzung bei Trockenheit regelmäßig mit Regenwasser. Auch später sollte bei Trockenheit gewässert werden, sonst vertrocknen die Gurkenpflanzen. Bereits vor der Pflanzung geben wir eine Schicht Kompost auf die Erde, sodass die Gurkenpflanzen nicht gedüngt werden müssen. Wenn man Gurkensamen für das nächste Jahr ernten will, sollte man die entsprechende Gurke ganz ausreifen lassen und die Gurkensamen auf Pergamentpapier trocknen.
Englische Gurke, Schlangengurke mit harmlosen eßbaren Ministacheln:
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